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 Befestigung von Chairside-Restaurationen

Befestigung von Chairside-Restaurationen

Chairside-Herstellung und Eingliederung eines Inlays aus Verbundkeramik (Lava™ Ultimate Resin-Nanokeramik)

CEREC® zementieren

Für die Bearbeitung mit dem CEREC®-System stehen zahlreiche unterschiedliche Werkstoffe zur Verfügung. Hierzu gehören u. a. Feldspatkeramik, leuzitverstärkte Keramik, Lithiumdisilikat, Verbundkeramik (Resin-Nanokeramik) sowie Hybridkeramik und Composite (PMMA). Sie alle sind für den Chairside-Workflow geeignet. Die empfohlene Vorgehensweise für die Befestigung der Restaurationen und die damit verbundene Vorbehandlung der Oberfläche unterscheiden sich jedoch häufig. Sie sind von der Werkstoffklasse abhängig – ein allgemeingültiger Arbeitsablauf für die CEREC® Befestigung besteht also nicht.


Silikatkeramik sollte beispielsweise vor dem Auftragen von Silan durch Ätzen mit Flusssäure konditioniert werden. Restaurationen aus Resin-Nanokeramik dürfen hingegen nicht mit Flusssäure behandelt werden. Für beide Materialien ist allerdings aufgrund ihrer im Vergleich zu Oxidkeramiken geringeren Festigkeit eine adhäsive Befestigung indiziert.


Anhand des folgenden Fallbeispiels beschreibt Dr. Gérard Aboudharam eine optimale Vorgehensweise bei der adhäsiven Befestigung.


Ausgangssituation

Endodontisch behandelter Oberkiefermolar mit moderatem Defekt – Dr. Gérard Aboudharam

Ausgangssituation

Ein endodontisch behandelter Oberkiefermolar wies einen moderaten Defekt auf. Da es für den langfristigen Erhalt eines endodontisch behandelten Zahnes besonders wichtig ist, so wenig natürliche Zahnsubstanz wie möglich zu zerstören, wurde eine minimalivasive Vorgehensweise für die Versorgung gewählt. Geplant war, unter Verwendung eines Chairside-CAD/CAM-Systems (CEREC®, Sirona Dental) ein Inlay herzustellen.

 

Vorbereitung der Restauration für das CEREC®-Verfahren

Isolierung des Arbeitsfeldes

Anhand einer Röntgenaufnahme wurde zunächst die Qualität der endodontischen Behandlung überprüft, die als zufriedenstellend eingestuft wurde. Es folgten die absolute Trockenlegung sowie die Entfernung des Glasionomerzements aus Kavität und Wurzelkanal. Da die Zahnkrone überall eine ausreichende Stabilität aufwies, wurde auf eine Stiftversorgung verzichtet. Der Aufbau des Dentinkerns erfolgte mit fließfähigem, dualhärtendem Composite-Füllungsmaterial.

Kavitätenpräparation

Nach der Polymerisation erfolgte die Kavitätenpräparation. Für die digitale Abformung und CAD/CAM Fertigung von Restaurationen ist es wichtig, Unterschnitte zu vermeiden sowie glatte Oberflächen und einen klar definierten Präparationsrand zu erzeugen.

 

CEREC® - Prozessschritte

Auftragen des Scanpulvers

Eine gleichmäßig dünne Schicht Scanpulver (Titandioxid) wurde auf den präpartierten Zahn sowie die Nachbarzähne aufgetragen. Die dadurch erzeugte einheitlich strukturierte Oberfläche ist Voraussetzung für die präzise Datenerfassung.

Scannen der Zähne mit der CEREC® Bluecam.

Scannen der Zähne mit der CEREC® Bluecam. Nach der Aufnahme der Präparation wurde der Gegenkiefer und die digitale Kieferrelationsbestimmung gescannt. Sämtliche Bilder wurden von der Software korreliert, um ein 3D-Modell zu generieren.


Erkennung der Präparationsgrenze mit der Software CEREC® SW 4.0.

Festlegen der Präparationsgrenze mit der Software CEREC® SW 4.0. Im vorliegenden Fall war dieser Schritt wegen der deutlich definierten Präparationsränder einfach.

Automatisch generierter biogenerischer Konstruktionsvorschlag für das Inlay

Automatisch generierter biogenerischer Konstruktionsvorschlag für das Inlay. Dieser lässt sich durch den Anwender verändern.


Ausgeschliffenes Inlay

Ausgeschliffenes Inlay aus
Lava™ Ultimate CAD/CAM-Restaurationsmaterial in der Transluzenzstufe LT und dem Fabrton A2. Das Material besteht aus freien sowie geclusterten nanokeramischen Partikeln, die in eine hochvernetzte Polymermatrix eingebunden sind.

Einprobe des Inlays.

Einprobe des Inlays. Dieses wies eine präzise Passung und ausgezeichnete Randqualität auf.


Leichte Anpassungen der Okklusalfäche und Entfernung des Schleifzapfens

Leichte Anpassungen der Okklusalfäche und Entfernung des Schleifzapfens mittels
Sof-Lex™ Ausarbeitungs- und Polierscheiben.

 

Vorbehandlung des Zahns für die Befestigung

Selektive Schmelzätzung mit Phosphorsäure

Nach der Charakterisierung des Inlays mit Malfarben, die für Resin-Nanokeramik erhältlich sind, wurde Phosphorsäure auf den Schmelz aufgetragen (selektive Schmelzätzung). Mit dem gewählten Haftvermittler – Scotchbond™ Universal Adhesive - werden unabhängig von der Adhäsivtechnik sehr hohe Haftwerte an Schmelz und Dentin erzielt.

Auftragen des Adhäsivs

Nach einer Einwirkzeit von 30 Sekunden wurde die Säure mit Wasser entfernt und das Adhäsiv auf die Schmelz- und Dentinoberflächen aufgetragen. Um eine gleichmäßige Adhäsivschicht in der Kavität zu erhalten, wurde der Haftvermittler leicht mit Luft verblasen.


Lichthärtung des Adhäsivs

Lichthärtung des Adhäsivs.

 

Vorbehandlung des Restaurationsmaterials für die CEREC®-Zementierung

Auftragen des Adhäsivs auf die Restaurationsinnenseite

Nach dem Sandstrahlen wird
Scotchbond™ Universal Adhäsiv auf die Innenfläche der Restauration appliziert.

Wie bereits in der Einleitung erläutert, besteht kein allgemeingültiger Arbeitsablauf für die Befestigung von CEREC®-Restaurationen.

Silikatkeramiken sollten vor dem Auftragen von Silan durch Ätzen mit Flusssäure konditioniert werden. Im vorliegenden Fall wird die empfohlene Vorbehandlung von Restaurationen aus Resin-Nanokeramik beschrieben.

 

Befestigung, Polymerisation und Politur

Befestigung des mit dem CEREC®-System hergestellten Inlays

Die Befestigung des Inlays erfolgte mit
RelyX™ Ultimate Adhäsives Befestigungscomposite in der Farbe A1. Das Befestigungsmaterial wurde unter Vewendung einer intraoralen Mischkanüle für die Automixspritze direkt in die Kavität appliziert. Für die Positionierung des Inlays wurde ein Applikationsinstrument verwendet.

Polymerisation der Restauration von allen Seiten

Es folgte die Polymerisation der Restauration von allen Seiten, während das Inlay in der korrekten Position fixiert wurde. Überschüssiges Befestigungsmaterial sollte im ungehärteten Zustand mit einem Schaumstoffpellet entfernt werden.


Ausarbeitung und Politur der Restauration

Ausarbeitung und Politur der Restauration. Mit einem Scaler wurden die verbleibenden Überschüsse entfernt, gefolgt von der Ausarbeitung der Approximalflächen mittels
Sof-Lex™ Ausarbeitungs- und Polierscheiben. Im vorliegenden Fall waren keine weiteren Anpassungen notwendig. Die Restauration wurde abschließend mit einer Siliziumcarbidpartikel beschichteten Polierbürste auf Hochglanz poliert.

 

Endergebnis

Ergebnis: Die Restauration fügt sich harmonisch ein

Ergebnis

Ergebnis: Die Restauration fügt sich harmonisch ein. Nach der Rehydrierung des Zahns war das Inlay praktisch nicht mehr von der natürlichen Zahnsubstanz zu unterscheiden.

 

Quelle: 3M ESPE Espertise Magazine Nr. 22, Bilder mit freundlicher
Genehmigung von: Dr. Gérard Aboudharam, Aubagne, Frankreich

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