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 Befestigung von Inlays und Onlays aus ätzbarer Keramik bzw. Composite

Befestigung von Inlays und Onlays aus ätzbarer Keramik bzw. Composite

Zementieren von Glaskeramik-Inlays und Onlays

Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Inlays und Onlays - sowohl aus ätzbarer Keramik als auch aus Composite - mit selbstadhäsiven und adhäsiven Befestigungsmaterialien zu zementieren sind. Beschrieben wird die Vorgehensweise anhand eines klinischen Fallbeispiels. Dabei geben wir Ihnen u. a. Hinweise zur Erreichung eines besseren Randschlusses. Durch Beachtung dieser Empfehlungen für die Zementierung von Inlays und Onlays aus Glaskeramik bzw. Composite, kann die Entstehung weißer Linien am Rand vermieden werden. Dearartige Imperfektionen können sonst im Laufe der Zeit zu Verfärbungen führen.

Wir empfehlen zusätzlich, die jeweilige Gebrauchsanweisung der ausgewählten Materialien und Produkte zu prüfen.



Ausgangssituation

Insuffiziente Composite-Inlay-Restaurationen auf den Prämolaren

Ausgangssituation

Insuffiziente Composite-Inlay-Restaurationen auf den Prämolaren. Der Patient hat sich dazu entschlossen, die Composite-Restaurationen durch hochästhetische Glaskeramik-Inlays (Vita PM 9, Vita) ersetzen zu lassen.

 

Materialvorbereitung

Bei der Materialvorbereitung muss zunächst zwischen einem adhäsiven und einem selbstadhäsiven Befestigungscomposite unterschieden werden. Schritt a) ist optional, die Schritte b) und c) sind bei selbstadhäsiven Befestigungscompositen nicht notwendig.
Schritt a) gilt nicht für Resin Nano Keramik, hier ist das Sandstrahlen der Oberfläche vorgeschrieben. Weitere Informationen sind hier verfügbar: Lava™ Ultimate CAD/CAM-Restaurationsmaterial für CEREC®.
Bitte beachten Sie auch die Gebrauchsanweisung des ausgewählten Inlay-/Onlaymaterials und des Adhäsivs.

Verwendung von Flusssäure wird zum Ätzen der Keramikoberfläche benötigt

a) Die Keramikoberfläche (Vita PM 9, Vita) wird mit Flusssäure geätzt.

Befestigung eines Inlays aus Glaskeramik mit adhäsivem Befestigungscomposite: Auftragen des Adhäsivs (Scotchbond™ Universal) auf die Restaurationsoberfläche

b) Auf die Restaurationsoberfläche wird Silan und ein Adhäsiv aufgetragen, lediglich bei der Verwendung von Scotchbond™ Universal Adhäsiv wird kein separates Silan benötigt.
DIESER SCHRITT IST bei selbstadhäsiven Befestigungscompositen NICHT NOTWENDIG.

Trocknen der Restaurationsoberfläche

c) Die Restaurationsoberfläche wird vorsichtig mit Luft getrocknet, bis das Lösungsmittel vollständig verdunstet ist.
DIESER SCHRITT IST bei selbstadhäsiven Befestigungscompositen NICHT NOTWENDIG.

Schutz eines vorbehandelten Inlays vor Umgebungslicht

d) Das vorbehandelte Inlay wird vor Umgebungslicht geschützt, um eine optimale Passung zu gewährleisten.
DIESER SCHRITT IST bei selbstadhäsiven Befestigungscompositen NICHT NOTWENDIG.

 

Vorbereitung der Restauration für die Befestigung

Es werden sämtliche Schritte zur Vorbereitung der Restaurationsoberfläche präsentiert und beschrieben. Schritte c) und d) sind optional, Schritte e) und f) sind bei selbstadhäsiven Befestigungscompositen nicht notwendig, wenn ein Glaskeramik-Inlay eingesetzt wird (ätzbares Keramik- und Composite-Inlay).

Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisung des ausgewählten Adhäsivs.

Entfernen der provisorischen Versorgung

a) Die provisorische Versorgung wird entfernt.

Reinigung des präparierten Zahns

b) Der präparierte Zahn wird zur Enfernung von restlichem provisorischen Zement mit Bimssteinpaste gereinigt.

Selektive Schmelzätzung

c) Wahlweise - Selektves Ätzen des Zahnschmelzes
DIESER SCHRITT IST beim Einsatz eines selbstadhäsiven Befestigungscomposites NICHT NOTWENDIG.

Abspülen des Ätzgels

d) Das Ätzgel wird abgespült
DIESER SCHRITT IST beim Einsatz eines selbstadhäsiven Befestigungscomposites NICHT NOTWENDIG.


Applikation des Adhäsivs auf die Zahnsubstanz

e) Das Adhäsiv wird auf die Zahnsubstanz aufgetragen.
DIESER SCHRITT IST bei selbstadhäsiven Befestigungscompositen NICHT NOTWENDIG.

Gleichmäßiges Verteilen des Adhäsivs mit einem sanften Luftstrom

f) Das Adhäsiv mit einem sanften Luftstrom verblasen, bis das Lösungsmittel vollständig verdunstet ist.
DIESER SCHRITT IST bei adhäsiven Befestigungscompositen NICHT NOTWENDIG.

 

Zementierung

Applikation des Befestigungscomposites
Das Befestigungscomposite wird mit dem Intraoral Tip direkt in die Kavität appliziert.
 

Überschussentfernung - Hinweise zur Verbesserung der Randqualität bei okklusaler Einpassung des Inlays

Um perfekte Ränder bei der Eingliederung eines Inlays, Onlays oder einer Krone zu erreichen und die Bildung weißer Linien (die im Laufe der Zeit zu Verfärbungen führen können) zu vermeiden, empfehlen wir folgende Vorgehensweise:

Überschussentfernung mit einem perfekten Ergebnis
Überschussentfernung mit weißen Linien am  Rand und Randverfärbungen


a) Stellen Sie eine präzise Passform der Restauration sicher um eine glatte Oberfläche nach dem Entfernen von Überschüssen zu garantieren (Abb. 1, 2).

Ein kleiner Randspalt (< 80 µm) erlaubt es, dass das Befestigungscomposite am Rand sauber abschließt (siehe Abb. 1). Ein großer Randspalt (Abb. 2) kann dazu führen, dass bei der Überschussentfernung eine unebene Oberfläche am Zementspalt entsteht, die als weiße Linie sichtbar werden kann. Dieser optische Effekt wird durch ungleichmäßige Lichtstreuung erzeugt. Mit der Zeit lagert sich Plaque auf rauen Oberflächen an und kann zu zusätzlichen Verfärbungen führen. Finale Randpolitur nach sorgfältiger Überschussentfernung des Zements trägt dazu bei, Verfärbungen zu vermeiden.

Überschussentfernung - für eine präzise Passung sorgen

Abb. 1

Überschussentfernung - Vermeiden eines großen Randspalts

Abb. 2


b) Verwenden Sie Glyzerin-Gel, um eine optimale Polymerisation der Zementoberfläche zu garantieren. Tragen Sie Glyceringel auf den Zement auf (Abb. 3), um sicherzustellen, dass die Polymerisation unter Ausschluss von Sauerstoff erfolgt. Sauerstoff kann das Aushärten an der Oberfläche hemmen (Abb. 4). Ein Zement, der nicht auspolymerisiert ist, könnte Wasser absorbieren, was zu Opazität oder Verfärbungen führen könnte. Darüber hinaus werden die mechanischen Eigenschaften beeinträchtigt und Auswaschungen sowie mangelhafter Randschluss sind die Folge.

Auftragen von Glyceringel auf das Befestigungscomposite

Abb. 3

Sorgfältiges Entfernen von Überschüssen, um Zement auf unpräpariertem Schmelz zu vermeiden

Abb. 4


c) Entfernen Sie den Überschuss sehr sorgfältig, um zu vermeiden, dass Befestigungscomposite auf den unbearbeiteten Zahnschmelz gelangt. Eine gute Haftung ist nur auf präpariertem Schmelz möglich. Wenn Befestigungscomposite auf unpräparierten Schmelz aufgetragen wird (Abb 6.), wird die Haftung negativ beeinträchtigt Feuchtigkeit kann so in kleinste Spalten zwischen Befestigungscomposite und unpräparierten Schmelz gelangen, mit der Folge, dass sich über einen längeren Zeitraum hinweg weiße Linien und Verfärbungen bilden. Eine finale Politur nach sorgfältiger Überschussentfernung hilft ebenfalls, Verfärbungen zu vermeiden.

Gute Überschussentfernung auf dem Zahnschmelz

Abb. 5

Unzureichende Überschussentfernung auf dem Zahnschmelz

Abb. 6

 

Überschussentfernung bei Inlays und Onlays

Befolgen Sie die beschriebenen Schritte. Wir empfehlen die Anwendung von Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume
Bei Schritt d) siehe auch „Überschussentfernung - Befestigungs-Tipps für eine hervorragende Randqualität.“

Überschussentfernung mit einem Wattepellet

a) Nach der Einpassung des Inlays wird der überschüssige Zement mit Hilfe eines Wattepellet entfernt.

Überschussentfernung mit Zahnseide

b) In den Zahnzwischenräumen wird das überschüssige Befestigungscomposite mit Zahnseide entfernt.

Befestigungszement - Überschussentfernung und Auftragen von  Glyzeringel

c) Die frei liegenden Zementränder werden mit Glyzeringel abgedeckt, um eine Sauerstoffinhibition zu verhindern und so eine maximale Randqualität zu gewährleisten

Lichthärtung

d) Der Zement wird durch das Glyzeringel hindurch mit einer Polymerisationslampe lichtgehärtet.

 

Politur

Politur der Zementränder.
Politur der Zementränder.
 

Endergebnis

Ergebnis: Hochwertige, ästhetisch sehr ansprechende Glaskeramikrestauration auf Prämolaren
Hochwertige, ästhetisch sehr ansprechende Glaskeramikrestauration zwei Wochen nach der Eingliederung.
 

Dr. Andreas Syrek, Seefeld, Dentallabor Elke Sallinger, Krailling, Deutschland, 3M ESPE Espertise Tips
In diesem Fall verwendete Produkte RelyX™ Ultimate, Scotchbond™ Universal, Elipar™ S10
Links: siehe nachfolgend empfohlene Produkte

Quelle: 3M ESPE


Link zum Leitfaden für die Zementauswahl ->

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