Auskultationstechniken
Folgende Tipps können Ihnen beim Auskultieren helfen:
1. Ein ruhiger, heller, warmer Raum [verhindert unnötigen Lärm und erleichtert die Untersuchung].
2. Ein am Oberkörper entkleideter Patient [das Stethoskop kann so direkt auf der Haut plaziert werden.]
3. Den Patienten in sitzender Position, auf der linken Seite und auf dem Rücken liegend untersuchen (siehe Abbildung A). [Verschiedene Töne, speziell abnormale Töne, könnten in anderen Positionen auftreten.]
4. Den Patienten von der rechten Seite her auskultieren. [Vermindert das Risikon von auftretenden Störgeräuschen des Schlauches durch Anstossen.]
5. Ein Stethoskop mit Trichter und Membran oder Membran mit Dual Frequency Technologie zwecks Abhören der tiefen und hohen Frequenzen verwenden.
6. Im Minimum vier Bereiche (Abbildung B) sollten zuerst mit der Membran und dann mit dem Trichter auskultiert werden:
a) S1: Gegend der absoluten Herzdämpfung im linken 4. ICR (=Interkostalraum) parasternal (Mitralklappen)
b) S2: über der Herzspitze in der Medioklavikulargegend des linken 5. ICR (Mitralklappen) |
Abbildung A
Abbildung B |
c) S3: über dem Sternalende des rechten 2. ICR (Aortenklappen)
d) S4: über dem Sternalende des linken 2. ICR (Aorten bzw. Pulmonalklappen)
7. Die Fähigkeit zum selektiven Abhören. [Es wird nur ein Ton beachtet. Wenn Töne in der Systole angehört werden, werden die Töne in der Diastole zuerst ignoriert.]
Die oben erwähnte Sequenz ist nur eine von vielen gebräuchlichen. Wichtig ist, dass die vier genannten Bereiche jedesmal gleichmässig und in tiefen und hohen Frequenzen abgehört werden. |
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